Projektinhalte und Projektelemente
Projektinhalte
Das Projekt auf den Punkt gebracht:
Ziel
Wir wollen die Teilhabe von Menschen mit Werkstattberechtigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt selbstverständlich werden lassen.
Unser Vorgehen
Dafür sammeln und erproben wir qualitätsbasierte Methoden und Materialien für Fachdienste der beruflichen Inklusion.
Unser Beitrag zur Weiterentwicklung
Wir geben der Politik und Leistungsträgern Empfehlungen, welche Rahmenbedingungen und Maßnahmen nötig sind.
Das Besondere ist,
- dass Menschen mit Behinderungen im Projekt als Expert*innen aktiv sind,
- Andere Leistungsanbieter und WfbM gemeinsam Netzwerke aufbauen und erweitern und
- die Perspektiven der Betriebe Berücksichtigung finden.
Handlungsbedarf
Über das Ausmaß, die Qualität und die Nachhaltigkeit betrieblicher Teilhabeangebote bei anderen Leistungsanbietern und WfbM liegen nur vereinzelte, aber keine systematisch aufbereiteten Informationen vor.
Hemmende und fördernde Faktoren zur Erhöhung der betrieblichen Teilhabe am Arbeitsleben sind bisher nicht ausreichend bestimmt und die Anzahl der Übergänge auf den allgemeinen Arbeitsmarkt konnte noch nicht nachdrücklich gesteigert werden. Dies gilt sowohl für den Berufsbildungs- als auch Arbeitsbereich.
Auch über die daraus entstehenden Übergänge in ein Budget für Arbeit oder in ein Budget für Ausbildung sowie in eine vollumfänglich sozialversicherungspflichtige Beschäftigung und die Hinführung zu diesen Übergängen, gibt es kaum gesicherte Erkenntnisse. Diese sind notwendig, um die fachliche Qualität der Praxis zu bestimmen, für alle interessierten anderen Leistungsanbieter und WfbM zugänglich zu machen und vor allem gemeinsam weiterzuentwickeln.
Sowohl das neue ab 2026 in Kraft tretende Fachkonzept bzw. die Fachliche Weisung für Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich der Bundesagentur für Arbeit als auch die Orientierungshilfe und Werkstattempfehlungen der BAGüS verweisen auf betrieblich organisierte Teilhabemöglichkeiten.
Hier setzt das Projekt „Qualität im Betrieb“ an und entwickelt Tools zur konzeptionell-fachlichen Umsetzung dieser grundlegenden Vorgaben der Leistungsträger mit dem Ziel der Stärkung, Weiterentwicklung und Verbreitung von Konzepten zur Teilhabe in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. Neben Gemeinsamkeiten sind auch Unterschiede in der Umsetzung festzustellen. Eine solche Vielfalt ist zum einen positiv zu sehen, da verschiedene Wege und Möglichkeiten erprobt werden, auch bezogen auf unterschiedliche Personenkreise und regionale Rahmenbedingungen. Durch den im Projekt vorgesehenen regionalen und bundesweite Austauschformate besteht die Chance voneinander zu lernen und Best Practices zu verbreiten. Diese sollen sich unabhängig von der Situation des jeweiligen Leistungserbringers vor Ort identifizieren lassen und zur Anwendung kommen können. Dies ermöglicht eine höhere Verbreitung personenzentrierter und betrieblicher Teilhabekonzepte.
Projektpotenzial
Von der (Weiter-)Entwicklung betrieblicher Teilhabeangebote werden Beschäftigte bei anderen Leistungsanbietern und WfbM profitieren. Hierin liegt ein Potential, um dem Ziel nach mehr betrieblicher Teilhabe, wie es die UN-Behindertenrechtskonvention und die BAGüS im Positionspapier „Übergänge in den allgemeinen Arbeitsmarkt“ (Juni 2022) formulieren, nachzukommen.
Dieses Projektpotential soll auch im Rahmen der Ergebnisdiskussion der vom BMAS beauftragten „Studie zu einem transparenten, nachhaltigen und zukunftsfähigen Entgeltsystem für Menschen mit Behinderungen in Werkstätten für behinderte Menschen und deren Perspektiven auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt“ zum Tragen kommen. Neben einem verbesserten verständlichen Entgeltsystem geht es darum, welche Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Werkstattbeschäftigte und Schulabgänger*innen von Förderschulen sowie andere Personen, die gegenwärtig als Zielgruppe der WfbM angesehen werden, bestehen. Die Ergebnisse der Studie werden im vorliegenden Projektvorhaben aufgegriffen.
Ziele und Inhalte
Bei dem Modellprojekt „Qualität im Betrieb“ geht es um die Entwicklung eines praxisbezogenen Handlungsleitfadens für die personenzentrierte und betriebliche Teilhabe für andere Leistungsanbieter und WfbM. Damit wird ein Referenzsystem für die bundesweite Anwendung und Verbreitung mit grundlegenden Anforderungen im Sinne eines benchmark geschaffen.
Projektelemente
Regionale Foren
An den Projektstandorten werden regionale eintägige Foren gegründet, die sich zwei bis drei mal im Jahr treffen, um eine Netzwerkbildung im Sinne nachhaltiger Austauschstrukturen zu fördern (Qualitätszirkel).
Bundesweite Fachtage
Im Projekt sind zwei bundesweite Fachtage geplant: in der Mitte der Laufzeit und zum Abschluss zum Thema „Personenenzentrierte und betriebliche Teilhabe für andere Leistungsanbieter und WfbM“.
Tools
Im Projekt werden praxiserprobte überregional übertragbare betriebsorientierte Teilhabeangebote entwickelt.